Erstes kommunales Solarstromprojekt

Drohnenflug über dem Familienzentrum:
Die Photovoltaikmodule wurden bereits auf dem Dach installiert

Foto: Solarimo GmbH

Im Gespräch am Familienzentrum (von links nach rechts):
Manuel Friedrich (Bürgermeister)
Michael Möser (Erster Stadtrat)
Judith Freude (Leiterin Marketing & Kommunikation Solarimo GmbH)
Ann-Kristin Wingert (Leiterin Projektentwicklung Öffentliche Auftraggeber Solarimo GmbH)
Merten Kuhl (Klimaschutzmanager)

Foto: Dosch/Stadt Obertshausen

 

Zu dem sehr wichtigen Thema Klimaschutz hat die Kommune Obertshausen ihr erstes Photovoltaikprojekt umgesetzt.

Das neue Familienzentrum an der Vogelsbergstraße ist ein einmaliges Beispiel für ein sozial und ökologisch nachhaltiges Projekt. Die gerade installierte Photovoltaikanlage auf dem Dach sorgt jetzt auch für sauberen Strom im Gebäude. Die 70 Module der Anlage produzieren jährlich 23 MWh Strom. Im Gegensatz zum deutschen Strommix spart die Anlage jährlich 14,4 t Kohlenstoffdioxid (CO2) ein. Das entspricht knapp 80 Flügen von Berlin nach Paris. 85 % des Stroms der Solaranlage können direkt im Gebäude verbraucht werden.

Die Hürden für eine Kommune wie Obertshausen, eine Photovoltaikanlage zu errichten, sind nach wie vor hoch. Und häufig fehlt es auch an den finanziellen Mitteln in der Stadtkasse. „Bisher fanden diverse Prüfungen statt, ob bei unseren bestehenden Gebäuden PV-Anlagen umgesetzt werden können. Nun sind wir froh, das erste Projekt bei einem städtischen Neubau realisiert zu haben“, erklärt Manuel Friedrich. „Zum Glück konnten wir gemeinsam mit der Firma Solarimo das Solarstromprojekt durch ein sogenanntes Contracting-Modell realisieren.“

Im Contracting-Modell mietet die Solarimo GmbH die Dachfläche, finanziert und installiert die Photovoltaikanlage und verkauft den Solarstrom an die Kommune. Diese profitiert nicht nur von einem günstigen Strompreis, sondern kann somit ihre Gebäude ohne Kosten zukunftsfähig machen.

„Das Contracting-Modell ist für Kommunen oft die schnellste und einfachste Lösung, CO2 zu reduzieren. Ich freue mich, dass die Stadt Obertshausen hier so zukunftsorientiert voranschreitet.“, betont Ann-Kristin Wingert, die Leiterin der Projektentwicklung Öffentliche Auftraggeber bei Solarimo, und freut sich über die erfolgreiche Fertigstellung.

„Für die Zukunft sind weitere PV-Projekte in der Stadt Obertshausen geplant. Aktuell wird ein Klimaschutzkonzept für die Stadt vom Klimaschutzmanager Merten Kuhl zusammen mit dem Klimabeirat und der Stadtverordnetenversammlung ausgearbeitet“, erläutert Erster Stadtrat Michael Möser. Dieses sieht Photovoltaik auf kommunalen Dächern vor, insbesondere bei Neubauten.

„Die Umsetzung unseres ersten Projekts mit Solarimo lief reibungslos und ohne Probleme ab. Wir sind sehr zufrieden und möchten bei Stadtentwicklungsprojekten gerne bald weitere Photovoltaikprojekte umsetzen“, sagt Bürgermeister Manuel Friedrich und blickt optimistisch in die Zukunft.

Über die Solarimo GmbH: Solarimo ist einer der führenden Anbieter von Mieterstromprojekten in Deutschland. Ihre Mission ist es, alle Dachflächen der Wohnungswirtschaft und von Gewerbeimmobilien mit Solaranlagen zu belegen. 2018 aus einem Energiekonzern heraus gegründet, beschäftigt Solarimo mittlerweile rund 40 Mitarbeiter:innen – alle im vollen Einsatz für eine nachhaltige Energiezukunft.