Die Beurteilung der Jury zum 2. Preis

 

 

Das Gebäude ist im südöstlichen Bereich des Grundstücks angeordnet und nimmt die städtebaulichen Fluchten der Nachbarbebauung auf. Es wird gebäudemittig von der Vogelsbergstraße aus erschlossen, hat einen weiteren Zugang vom Schulgelände in der Flucht des dort vorhandenen Fußwegs. Küche und Funktionsräume können vom Rembrücker Weg aus angedient werden.

 

Der Entwurf folgt dem Gestaltungsprinzip einer windmühlenartigen Aufteilung der vier Nutzungsbereiche (Mensa, Tausendfüßler, U3, Nachmittagsbetreuung/Vereine), was zu einer effektiven und harmonischen Wegeführung beiträgt. Zwischen den vier Flügeln sind Freibereiche angeordnet, die als Spielflächen oder Terrassen dienen.

 

Durch die Staffelung verschieden hoher ein- und zweigeschossiger Bauteile mit Flachdächern, die mit einer senkrechten Holzverschalung von der verputzten Oberschosszone abgesetzt sind, entsteht eine differenzierte Fassadengestaltung.

 

Das Foyer bildet mit einer Freitreppe und einer Galerie eine ideale Verteilerzone für die vielfältige Nutzung des Gebäudes.

 

Im Obergeschoss sind keine Aufenthaltsräume für Kinder vorgesehen; dies vereinfacht den vorbeugenden Brandschutz.

 

Der zweite Bauabschnitt ist als zweigeschossiger Anbau vorgesehen und problemlos realisierbar. In einer Teilunterkellerung sind Technikräume vorgesehen, für die alternativ auch ein ebenerdiger Standort gefunden werden kann.

 

Die Bruttogrundfläche ist größer als der Durchschnitt der eingereichten Entwürfe. Daraus resultieren höhere Projektkosten. Diese liegen jedoch je Quadratmeter im Rahmen der üblichen Werte. Durch eine Optimierung der Grundfläche kann daher die Wirtschaftlichkeit des Entwurfs verbessert werden.

 

Die Fördermittelfähigkeit ist gut gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Architekt:
Thillmann Architekten, Koblenz
Michael Thillmann


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